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Essentielle Fettsäuren

Die essentiellen Fettsäuren haben in der Angewandten Ernährungsmedizin einen wichtigen Stellenwert. Um gesund zu sein, brauchen wir Fette, jedoch die Richtigen!

Einteilung ...
Wir unterscheiden gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, was einen wichtigen Qualitätsunterschied bedeutet.

Gesättigte Fettsäuren haben für uns einen geringen Wert und sollten sehr zurückhaltend konsumiert werden. Besonders hoch ist ihr Anteil in tierischen Lebensmitteln mit hohem Fettanteil wie fettes Fleisch, fette Wurst oder Butter. Essen wir zu viel davon, erhöht sich das schädliche LDL-Cholesterin im Blut und es steigt das Risiko, an Arterienverkalkung zu erkranken.

Die hochwertigen ungesättigten Fettsäuren lassen sich wiederum in zwei Kategorien unterteilen: Die einfach ungesättigten Fettsäuren und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die bekannteste einfach ungesättigte Fettsäure ist die Ölsäure, die in hohen Konzentrationen im Olivenöl oder Rapsöl vorkommt.

Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren gilt es wiederum zwei Gruppen zu unterscheiden:
die Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren.

Omega-6-Fettsäure ...
Ein Beispiel für eine Omega-6-Fettsäure ist die Linolsäure aus dem Sonnenblumen- und Maiskeimöl. Sie kann vom Körper nicht selbst hergestellt werden und muss daher über die Nahrung aufgenommen werden. Auch die Gamma-Linolensäure ist eine Omega-6-Fettsäure. Wir finden sie im Nachtkerzenöl und im Borretschsamenöl. Sie wirkt entzündungshemmend und ist essentiell für das Gehirn, insbesondere die Nervenreizleitung. Gamma-Linolensäure wird daher mit Erfolg bei Nervenschädigungen, Migräne aber auch bei Neurodermitis und dem prämenstruellen
Syndrom eingesetzt.

Omega-3-Fettsäure ...
Die Alpha-Linolensäure, die wir im Lein- und Hanföl finden, ist wiederum eine Omega-3-Fettsäure. Sie ist sehr wertvoll, kann nicht vom Körper gebildet werden und muss regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden.
Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für die Entwicklung des Gehirns, des Nervensystems und der Sehfunktion. In der Angewandten Ernährungsmedizin werden die Omega-3-Fettsäuren vor allem wegen ihrer entzündungshemmenden und gesundheitsfördernden Eigenschaften bei Herz-Kreislauferkrankungen, Rheuma, Schuppenflechte, Multipler Sklerose, Morbus Crohn, Fettstoffwechselstörungen und Allergien eingesetzt.
Fischöle sind nicht nur in der Natur, sondern auch in Nahrungsergänzungen die Quelle für diese hochwertigen Fettsäuren.

Omega-6-Fettsäuren

Linolsäure:
Maiskeimöl, Distelöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Traubenkernöl, Kürbiskernöl, Nussöle, Weizenkeimöl
 
Gamma-Linolensäure:
Nachtkerzenöl, Borretschsamenöl, Kernöl schwarzer Johannisbeeren, Schwarzkümmelöl
 
Omega-3-Fettsäuren
 
Alpha-Linolensäure:
Leinöl, Hanföl, Leindotteröl, Walnussöl
 
Eicosapentaensäure, Docosahexaensäure:
Fische, Muscheln, Algen
 
Literatur: Gesund durch ausreichend Vitamine, Mineralstoffe & Spurenelemente, Nährstoff-Akademie Salzburg;
3. überarbeitete Auflage

Dosierung - Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

  Omega-6-FS Omega-3-FS
DACH-Referenzwert 6 g 2 g
Ernährungsmedizinische Dosierung 6 g 2 g