Häufig gestellte Fragen
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte
Fragen (FAQs) zu Nahrungsergänzungsmittel, Nährstoffen
und Ernährung allgemein.
Zu welchen Tageszeiten sollen Nährstoffe eingenommen werden?
Werden Nährstoff-Präparate vor den Mahlzeiten eingenommen, so werden sie
in der Regel besser resorbiert, d.h. besser verwertet.
Magenempfindliche Personen allerdings reagieren manchmal sensibel auf
(höher dosierte) Nährstoff-Präparate, vor allem, wenn diese Eisen-,
Zink- oder Kupfersalze enthalten. In diesen Fällen sollten
Nährstoff-Präparate zu den Mahlzeiten oder danach eingenommen werden.
Werden manche Nährstoffe besser morgens, mittags oder abends aufgenommen?
Eisenverbindungen werden z.B. morgens, Zink-Salze wiederum abends besser
verwertet. Man sollte diese Erkenntnisse aber nicht überbewerten. Eine
konsequente und langfristige Verwendung von Nährstoff-Supplementen
bringt in der Praxis mehr, als die Beachtung der tageszeitlichen
Resorptionsschwankungen.
Haben Mondphasen einen Einfluss auf die Nährstoff-Aufnahme?
Darüber gibt es derzeit keine gesicherten Untersuchungen. Die
Entscheidung, z.B. Entsäuerungskuren (mit basischen Nährstoffen) während
abnehmender Mondphasen durchzuführen, die gezielte Nährstoff-Zufuhr zum
Auffüllen leerer Speicher dagegen
während der Periode des zunehmenden Mondes, sollte von jedem persönlich
getroffen werden.
Wie lange sollten Nährstoff-Kuren durchgeführt werden?
Der Ausgleich eines Magnesium-Mangels von etwa 5 g (entsprechend einer
Verminderung des Körperbestandes um etwa 20 %) bedarf einer täglichen
zusätzlichen Magnesium-Zufuhr von etwa 350 mg über einen Zeitraum von
etwas mehr als drei Monaten. Das heißt, zusätzlich zur täglichen
Magnesium-Zufuhr von etwa 300 mg über die Nahrung müssen täglich etwa
350 mg Magnesium in Form von Magnesium-Präparaten eingenommen werden.
Das Nahrungsmagnesium deckt sozusagen das „Tagesgeschehen“ im
Stoffwechsel. Nur das zusätzlich eingenommene Magnesium dient der
Behebung des Mangels, also dem Wiederauffüllen der entleerten Speicher
in den Knochen, Muskeln, in den Weichteilgeweben, der Leber und in den
roten Blutkörperchen. Aus einer wochen- oder gar nur tagelangen Einnahme
von Nährstoff-Präparaten können somit keine wesentlichen
gesundheitlichen Effekte erwartet werden.
Kann man Nährstoff-Mängel auch über eine vollwertige Ernährung ausgleichen?
Wenn man unter vollwertiger Ernährung die konsequente und
abwechslungsreiche Ernährung mit Lebensmitteln mit hoher Nährstoffdichte
versteht, treten gravierende Mängel kaum auf. Ein bereits bestehendes
Nährstoff-Defizit allerdings lässt sich mit vollwertiger Ernährung
alleine kaum ausgleichen. Wie das oben angeführte Magnesium-Beispiel
zeigt, müsste man von magnesiumhaltigen Lebensmitteln täglich und
monatelang die doppelte Menge konsumieren. Eine Betonung dieser
einseitigen, wenn auch vollwertigen, Ernährung würde zwangsweise Lücken
an anderen Nährstoff-Körper- beständen öffnen. Im Falle bestehender
Nährstoff-Defizite ist es daher effizienter, zusätzlich zu einer
ausgewogenen Ernährung hochwertige Nährstoff-Präparate einzunehmen.
Woraus ergibt sich der Qualitätsunterschied von PMN-Substanzen zu anderen Nährstoff-Präparaten?
Aus der Komplexität der Nährstoff-Zusammensetzungen. Die Pflanzenzelle
„weiß“, welche Nährstoff-Zusammensetzung und -Konzentration für ihren
Aufbaustoffwechsel optimal ist. Sie bildet daher entsprechende
Nährstoff-Komplexe bedarfsgerecht selbst aus. Die menschliche Zelle, die
der pflanzlichen Zelle weitestgehend ähnelt, hat in PMN-Substanzen
somit die optimale Nährstoff-Zusammensetzung als Basis zur Verfügung.
Kann sich der Körper an ein Zuviel an zusätzlichen Mikronährstoffen gewöhnen?
Gewöhnungseffekte im Sinne einer gesteigerten Ausscheidung treten nur
dann auf, wenn sogenannte Mega-Dosen (ein Vielfaches des physiologischen
Tagesbedarfs) über längere Zeiträume eingenommen werden. Eine
zusätzliche Nährstoff-Zufuhr in der Höhe des ein- bis dreifachen
Tagesbedarfs ist in der Regel auch über längere Zeiträume unbedenklich.
Gibt es Wechselwirkungen zwischen einzelnen Nährstoffen?
Es gibt Wechselwirkungen zwischen praktisch allen Nährstoffen. Es
entspricht den biologischen Funktionen von Nährstoffen, dass sie in
ihren Wirkungen ineinander übergreifen, einerseits aktivierend,
andererseits hemmend. Bei ausgeglichener Zufuhr von Nährstoff-Komplexen,
insbesondere, wenn diese bedarfsgerecht zugeführt werden, „klinkt“ sich
jedes Nährstoffmolekül in physiologischer Weise in den Stoffwechsel
ein. Der Körper balanciert über das sogenannte Prinzip der „Homöostase“
temporäre Mängel und Überschüsse aus. Niemand konsumiert z.B. täglich
gerade soviel Obst oder Milch, wie es seinem täglichen Vitamin-C oder
Calcium-Bedarf entspricht. Tage-, wochen- oder sogar monatelange
Schwankungen im Nährstoff-Bestand des Körpers sind normal, sowohl im
Hinblick auf die tägliche Ernährung als auch im Hinblick auf eine
zusätzliche Nährstoff-Zufuhr.
Was passiert bei Überdosierung von Elektrolytgetränken?
Elektrolytgetränke sind Nährstoff-Getränke mit hohem Gehalt an gelösten
Salzen wie Magnesium- Calcium-, Natrium- oder Kalium-Verbindungen (also
Elektrolyten). Aufgelöst in Wasser dienen sie der raschen Zufuhr von
Elektrolyten, von Wasser (Rehydratation) und Kalorienträgern wie Glucose
oder niedermolekularen Kohlenhydraten. Eine zu starke Konzentrierung
dieser Getränke bewirkt das Gegenteil des ursprünglichen Zwecks.
Überdosierte Elektrolytgetränke sind hyperton. Sie ziehen Gewebswasser
(mit den darin gelösten Nährstoffen) in den Verdauungsraum und führen zu
Elektrolytverlusten, die sich durch dünnen Stuhl oder sogar Durchfall
äußern.
Können Basen-Kuren auf Dauer schädlich sein?
Kuren mit sogenannten Basenmischungen dienen der Reinigung des
Bindegewebes und der Neutralisation und Ausscheidung von Säureschlacken.
Magenempfindliche Personen sollten Basenmischungen geringer dosiert als
empfohlen (bzw. stärker in Wasser verdünnt) einnehmen. Auch wird die
Verträglichkeit von Basenmischungen durch Einnahme unmittelbar vor den
Mahlzeiten verbessert.
Personen mit erhöhter Harnsäure sollten Basenkuren ebenso eher niedrig
dosiert und dafür über längere Zeiträume durchführen. Eine zu massive
Zufuhr basischer Nährstoffe provoziert eine entsprechend massive
Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren (Nierengrieß, Nierensteine).
Eine Überdosierung mit basischen Nährstoffen sollte prinzipiell
vermieden werden. Sie führt ebenso zu Elektrolytverlusten (mit dünnen
Stühlen oder Durchfällen) wie die Überdosierung von Elektrolytgetränken.
Generell sollten Basenkuren nicht länger als drei Monate durchgeführt
werden. Begleitend dazu und danach sollte versucht werden, die Ernährung
„säure/basen bewusster“ auszurichten.
Sind Schüssler-Salze geeignet, Nährstoffdefizite auszugleichen?
Nein. Schüssler-Salze sind zwar Mineralstoffe, jedoch nach
homöopathischen Prinzipien aufpotenziert. Schüssler-Salze sind
Arzneimittel, die nach homöopathischen Regulationsmechanismen die
Grundkonstitution von Personen stabilisieren oder verändern sollen. So
wird z.B. „Kaliumchloratum“ nach Schüssler u. a. bei Katarrhen,
Mittelohr- und Bindehautentzündungen eingesetzt, während Kalium als
Nährstoff im Körper unter anderem die Muskelfunktionen steuert.
Gibt es Wechselwirkungen zwischen Nährstoffen und Medikamenten?
Bestimmte Antibiotika, z. B. Tetrazykline, können die Aufnahme gewisser
Mineralstoffe blockieren und umgekehrt. Das gleiche trifft auf
Biphosphonate zu, die bei Osteoporose und anderen Knochenerkrankungen
eingesetzt werden. Kalium und Magnesium wiederum können die Wirkung von
Herzglykosiden verstärken. In der Praxis ist es einfacher, sich an die
Packungsbeilagen von Arzneimitteln zu halten: Bei jedem Arzneimittel ist
angegeben, ob seine Wirkung durch einzelne Nährstoffe beeinflusst wird.
Generell können jene Arzneimittel, die man während der Mahlzeiten
einnehmen kann, auch zugleich mit Nährstoff-Präparaten konsumiert
werden. Im Zweifelsfalle sollte man zwischen der Einnahme von
Arzneimitteln und Nährstoff-Präparaten eine Zeitspanne von ein bis zwei
Stunden vergehen lassen.
Gibt es Wechselwirkungen zwischen Nährstoff-Präparaten und Lebensmitteln?
Die Aufnahme von Nährstoffen wird durch jedes Lebensmittel beeinflusst,
entweder positiv oder negativ. Für die Praxis haben aber auch diese
Wechselwirkungen nicht jene Relevanz, die einzelne Resorptionsstudien
vielleicht vermuten lassen. Gravierend auf die Resorption von
Mineralstoffen jedoch wirkt sich der gleichzeitige Konsum von
Vollkorngetreide, vor allem von Ballaststoffen und von Russischem Tee,
aus. Die genannten Lebensmittel fixieren Mineralstoffe zu schwer
löslichen Verbindungen, die nicht in die Blutbahn übergehen können. Der
gleichzeitige Konsum von Fettersatzstoffen oder Fettblockersubstanzen
(Chitosan bzw. Resorbitol) unterbindet die Aufnahme lebenswichtiger
fettlöslicher Vitamine und Vitaminoide.
Woran erkennt man Qualitätsunterschiede einzelner Nährstoff-Präparate?
An der Zusammensetzung und an der Dosierung. Minderwertige Präparate
enthalten meist einzelne, synthetische Verbindungen, die eben nur
einzelne Stufen des vielstufigen Stoffwechsels unterstützen. Der
biologische Nutzen solcher Präparate ist eher gering. Manche Hersteller
geben als Mengenangabe das Gesamtgewicht einer Verbindung pro Dosis an,
z.B. 10 mg Zinksulfat (anstelle von 2,3 mg Zink) oder 100 mg
Calciumcarbonat (statt 40 mg Calcium). Relevant aber ist immer die
„Nettomenge“ des jeweiligen Nährstoffes, nicht die „Bruttomenge“ der
gesamten Verbindung. Packungsangaben dieser Art täuschen also höhere
Nährstoff-Inhaltsmengen vor