Kalium - der Säure-Basen-Regler

Sollen unsere Muskeln und unsere Nerven reibungslos funktionieren, so brauchen wir Kalium. Zudem sorgt Kalium für einen ausgeglichenen Wasser- und Säure-Basen-Haushalt. Wir finden Kalium vorwiegend im Inneren der Zelle. Es wird von Natrium, das sich außerhalb der Zelle befindet, reguliert.
 
Kalium gegen Bluthochdruck ...
Kalium senkt gemeinsam mit Magnesium nachhaltig einen erhöhten Blutdruck. Die unmittelbare Konsequenz: Die Häufigkeit von Schlaganfällen kann zurückgehen. Fast ein Hohn, dass gerade Diuretika, die häufig in der Therapie von Bluthochdruck eingesetzt werden, den Kaliumverlust fördern.

Nerven- und Muskelfunktion ...
Kalium ist – ähnlich wie Calcium – für eine effiziente Nerven und Muskelfunktion zuständig. Das heißt, besonders
SportlerInnen sind auf eine ausreichende Zufuhr angewiesen!
 
Ein Mangel äußert sich als Erschöpfung, Muskelkrampf, Muskelschwäche bis zur Muskellähmung. Vor allem der Herzmuskel reagiert sehr empfindlich auf einen Kaliummangel, was gegebenenfalls zu Herzrhythmusstörungen führen kann.

Ausreichend Gemüse lohnt sich ...
Gemüse und Obst sind sehr kaliumreich – es lohnt sich, hier zuzugreifen! Speziell Herz-, aber auch
BluthochdruckpatientInnen profitieren von einer zusätzlichen Kaliumgabe. Zu viel Natrium – Achtung Kochsalz! – verhindert die Aufnahme von Kalium. Auch ein übermäßiger Genuss von Alkohol wirkt nachteilig auf den Kaliumhaushalt.

Wenn die Stimmung kippt ...
Stimmungsschwankungen oder Müdigkeit können oft mit einem Kaliummangel zusammenhängen. Die Symptome erinnern an eine Unterzuckerung: müde, erschöpft und gereizt. Dahinter steckt in vielen Fällen ein Problem bei der Mobilisierung unserer Kohlenhydratspeicher, die von ausreichend Kalium abhängig sind.

 

 
Literatur: Gesund durch ausreichend Vitamine, Mineralstoffe & Spurenelemente, Nährstoff-Akademie Salzburg;
3. überarbeitete Auflage

Dosierung - Kalium

DACH-Referenzwert 2 g
Ernährungsmedizinische Dosierung 0,5 - 3 g
Sichere Langzeit-Dosierung:
mangelnde Datenlage; in höherer Dosis
möglicherweise nachteilige Wirkung
 

Kalium-Quellen

  mg/100 g Tagesbedarfsdeckung:
2000 mg entspricht
Bierhefeflocken 1410,00 142 g = 14 EL
Weizenkleie 1352,00 148 g = 15 EL
Bohnen 1337,00 150 g = 1 Portion
Feigen, getrocknet 850,00 235 g = 4 Stück
Spinat 544,00 361 g = 2 gr. Portionen