Natrium - der Blutdruckmanager

Speisesalz ...
Natrium ist in Verbindung mit Chlor als Speisesalz bekannt. Ein Natriummangel ist selten, kann jedoch auftreten, wenn eine geringe Zufuhr mit einer vermehrten Ausscheidung zusammenfällt. Starkes Schwitzen, Durchfall oder Erbrechen können eine Ursache dafür sein. Zur Behandlung werden natriumhaltige Getränke verabreicht. Auswirkungen eines Mangels sind erniedrigter Blutdruck, Muskelkrämpfe und Herzjagen. Auch bei einem Hitzekollaps können Salztabletten und Wasser dazu beitragen, dass der Wasserhaushalt wieder ausgeglichen wird.

Kalium und Natrium können sich gegenseitig stark beeinflussen. So werden durch hohe Kalium-Dosen die Natriumspeicher geleert und umgekehrt durch hohe Natriumdosen (Speisesalz!) die Kalium-Speicher reduziert.

Ein Zuviel ...
Eine übermäßige Natriumzufuhr zeigt sich in einem erhöhten Blutdruck! So bindet salzreiche Nahrung reichlich Wasser, was wiederum das Blutvolumen erhöht und den Blutdruck steigen lässt. Zuviel Speisesalz kann sogar tödlich sein. Die letale Dosis an Speisesalz ist zwar kaum zu erreichen, dennoch werden beim Erwachsenen 0,5 – 5g/kg Körpergewicht als äußerstes Limit angegeben. Bei Kleinstkindern liegt die letale Dosis gar bei 12mg/kg Körpergewicht.
 
Literatur: Gesund durch ausreichend Vitamine, Mineralstoffe & Spurenelemente, Nährstoff-Akademie Salzburg;
3. überarbeitete Auflage

Dosierung - Natrium

DACH-Referenzwert 550 mg
Ernährungsmedizinische Dosierung keine Angaben
Sichere Langzeit-Dosierung keine Angaben

Natrium-Quellen

  g/100 g Tagesbedarfsdeckung:
550 mg entspricht
Salz 38,85 1,4 g = 3 Prisen
Suppenwürfel 17,22 3,2 g = 1 Stück
Geräucherter Schinken 2,60 21 g = 2 Scheiben
Oliven 2,10 26 g = 7 Stück
Kaviar 1,95 28,2 g = 6 TL