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Vitamin K - das Blutgerinnungsvitamin

Blutgerinnung ...
Vitamin K beeinflusst die Blutgerinnung, die zum Stillen von Blutungen enorm wichtig ist. Ungefähr die Hälfte unseres täglichen Vitamin-K-Bedarfs wird von unseren Darmbakterien produziert. Der Rest muss über die Nahrung aufgenommen werden. Bei Neugeborenen, die in den ersten Wochen noch keine Darmbakterien aufgebaut haben, wird daher eine Vitamin K-Vorbeugung empfohlen, um Blutungen zu vermeiden.
 
Knochen ...
Vitamin K ist vor allem für einen gesunden Knochenaufbau wichtig. Dabei sorgt es für die Fixierung des Calciums im Knochen und verringert die Ausscheidung des wertvollen Knochenbausteins über die Nieren. So finden sich bei Osteoporose-Patienten häufig reduzierte Vitamin-K-Spiegel im Serum, die sich mit einer bedarfsgerechten Ergänzung ausgleichen lassen.
 
Mangel an Vitamin K ...
Ein Mangel zeigt sich mit einer erhöhten Blutungsneigung und einer Verlängerung der Blutgerinnungszeit. Starke Durchfälle können ebenfalls auf einen Vitamin-K-Mangel hinweisen.
 
Achtung: Langfristige Antibiotika-Einnahmen beeinträchtigen die natürliche Darmflora und damit die körpereigene Vitamin-K-Produktion. Prinzipiell können jedoch alle Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Zöliakie …) sowie eine zu niedrige Zufuhr über die Nahrung einen Mangel verursachen.
 
Überdosierung ...
Selbst in Dosierungen im Milligramm-Bereich (1 – 4 mg) sind keine Nebenwirkungen beschrieben. Dennoch sollten hohe Dosen v. a. bei Kleinkindern oder Neugeborenen immer mit dem Arzt oder der Ärztin abgesprochen werden.
 
Einsatzgebiete von Vitamin K-Gaben ...
Vitamin K wird bei Blutgerinnungsstörungen sowie Osteoporose dringlichst empfohlen. Personen, die Blutgerinnungshemmer einnehmen, können bedenkenlos vitamin-K-reiche Lebensmittel wie grünes Blattgemüse, Kohlgemüse oder Spinat essen, auch wenn Vitamin K gegenteilig wirkt und eine Blutgerinnung unterstützt. In
zahlreichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass selbst hohe Mengen an vitamin-K-reiche Lebensmitteln keinen nennenswerten Einfluss auf die Blutgerinnung ausüben. Viel wichtiger ist eine ausgewogene Ernährung, reich an Gemüse, Obst und Vollwertprodukten. Nicht zuletzt lassen einzelne Studien aufhorchen, die Vitamin K als Gefäßschutz vor Arterienverkalkung sehen.
 
Literatur: Gesund durch ausreichend Vitamine, Mineralstoffe & Spurenelemente, Nährstoff-Akademie Salzburg;
3. überarbeitete Auflage

Dosierung - Vitamin K

DACH-Referenzwert 60 - 70 mcg
Ernährungsmedizinische Dosierung 30 - 100 mcg
Sichere Langzeit-Dosierung:
unzureichende Datenlage;
< 10 mg keine nachteilige Wirkung
 

Vitamin-K-Quellen

  mcg/100 g Tagesbedarfsdeckung:
70 mcg entspricht
Spinat 335,00 21 g = 2 gr. EL
Ei 47,50 147 g = 3 Stück
Sojabohne 39,00 180 g = 1 1/2 Portionen
Sauerkraut 61,67 114 g = 1 Portion
Rindfleisch 12,50 560 g = 4 Filets