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NADH – Zellenergie verstehen

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NADH ist ein zentrales Molekül unserer Zellenergie. Im Blog erklären wir, welche Rolle es für Energie, Konzentration und geistige Leistungsfähigkeit spielt – und wie es dem Körper zur Verfügung gestellt werden kann.

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Autor: Ernährungsexperte Gerald Deuring
Lesezeit: ca. 5 min

Trotz ausreichend Schlaf fehlt Energie, die Konzentration lässt nach und geistige Leistungsphasen werden kürzer. Häufig werden dafür Stress oder Schlafqualität verantwortlich gemacht. Eine zentrale Rolle spielt jedoch ein Faktor, der selten beachtet wird — die Energieproduktion in unseren Zellen.
Im Mittelpunkt dieses Prozesses steht ein körpereigenes Molekül: NADH.

Was ist NADH?

NADH (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid, reduzierte Form) ist die biologisch aktive Coenzymform von Niacin (Vitamin B3).

Der Körper bildet NADH selbst aus Niacin-Vorstufen, die über die Ernährung aufgenommen werden. Es kommt in allen Körperzellen vor und ist besonders relevant für Gewebe mit hohem Energiebedarf, etwa Gehirn, Nervensystem, Muskulatur und Herz.

Wichtig:
NADH ist kein Vitamin und kein Stimulans, sondern ein körpereigener Bestandteil des Zellstoffwechsels.

Grafik: NADH Prozess im Körper

Energie entsteht in den Mitochondrien

Nährstoffe liefern zunächst nur Bausteine. Die eigentliche Energiegewinnung erfolgt erst in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zellen. Dort wird aus den Abbauprodukten der Nahrung ATP (Adenosintriphosphat) gebildet. ATP ist die unmittelbar verfügbare Energieform unseres Körpers und wird für nahezu alle biologischen Prozesse benötigt — von Muskelbewegungen bis zur Nervenleitung.

NADH übernimmt dabei eine zentrale biochemische Funktion:

Es wirkt als Elektronenträger in der mitochondrialen Atmungskette (oxidative Phosphorylierung) und ermöglicht so die Bildung von ATP.
(Pollak et al., 2014; StatPearls, 2024)

NAD⁺ und NADH – ein biologisches Energiesystem

Im Organismus existieren zwei Formen desselben Coenzyms:

  • NAD⁺ – oxidierte Form (nimmt Elektronen auf)
  • NADH – reduzierte, energiereiche Form (gibt Elektronen zur ATP-Bildung ab)

Dieses Redox-System ist eine Grundlage des gesamten Energiestoffwechsels und an zahlreichen Stoffwechselreaktionen beteiligt. (Pollak et al., 2014)

Mit zunehmendem Alter sinken die NAD⁺-Spiegel in Zellen und Geweben, was mit Veränderungen des Energiestoffwechsels in Verbindung gebracht wird. (Verdin, 2015)

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Warum Energie zuerst mental spürbar wird

Das Gehirn macht nur etwa 2 % des Körpergewichts aus, benötigt jedoch ungefähr 20 % der gesamten Energie des Körpers.
Daher reagieren besonders energieabhängige Prozesse sensibel auf Veränderungen der zellulären Energieverfügbarkeit.ATP wird unter anderem benötigt für:

  • neuronale Signalübertragung
  • Muskelkontraktion
  • Aufrechterhaltung zellulärer Funktionen
(Alberts et al., 2002)

Die Rolle von Niacin in der Ernährung

Der Körper stellt NADH aus Niacin (Vitamin B3) her. Eine ausreichende Versorgung mit Niacin ist daher Voraussetzung für die normale Funktion dieses Systems.

NADH selbst wird dabei nicht als Wirkstoff betrachtet, sondern als die aktive Coenzymform, in der Niacin im Zellstoffwechsel vorliegt.

Einordnung: NADH als Energieunterstützer

NADH wirkt nicht wie Koffein oder andere stimulierende Substanzen.
Während stimulierende Stoffe am Nervensystem ansetzen, beschreibt NADH einen Schritt davor — die biochemische Energiegewinnung auf Ebene der Zellen.
Eine ausgewogene Ernährung liefert die Grundlage für die Bildung des NAD⁺/NADH-Systems und unterstützt damit den normalen Energiestoffwechsel.

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NADH Fazit

NADH ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Stoffwechsels und spielt eine zentrale Rolle bei der zellulären Energieproduktion. Als aktive Form von Vitamin B3 ist es Teil jener Prozesse, mit denen der Körper aus Nährstoffen nutzbare Energie erzeugt. Damit rückt ein Aspekt stärker in den Fokus, der im Alltag oft unterschätzt wird: Nicht nur wie viel wir schlafen oder essen, sondern wie effizient unsere Zellen daraus Energie bereitstellen.

 

Häufige Fragen zu ÖKOPHARM® NADH Kapseln

Was ist NADH?
NADH (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid, reduzierte Form) ist die biologisch aktive Coenzymform von Niacin (Vitamin B3). Es kommt natürlicherweise in allen Körperzellen vor und ist ein zentraler Bestandteil des Zellstoffwechsels.
Welche Rolle spielt NADH im Körper?
NADH kommt natürlicherweise in allen Körperzellen vor und ist ein zentraler Bestandteil des Zellstoffwechsels. Da der Körper NADH aus Niacin-Vorstufen bildet, trägt eine ausreichende Versorgung mit Niacin zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
Verändert sich der NADH-Spiegel im Alter?
Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass die NAD⁺-Spiegel in Zellen und Geweben mit zunehmendem Alter sinken können. Da dieses System die Grundlage des Energiestoffwechsels bildet, kann eine gezielte Zufuhr von Niacin sinnvoll sein, da dieses Vitamin zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung sowie zu einem normalen Energiestoffwechsel beiträgt.
Wie kann NADH die Energiegewinnung in den Zellen unterstützen?
Die Energiegewinnung findet in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zellen, statt. Dort fungiert NADH als wichtiger Elektronenträger in der sogenannten mitochondrialen Atmungskette. Dieser biochemische Prozess ermöglicht die Bildung von ATP (Adenosintriphosphat), der unmittelbar verfügbaren Energieform unseres Körpers. Niacin, als Basis für NADH, unterstützt hierbei die normale psychische Funktion und die Funktion des Nervensystems.
Ist NADH ein Stimulans wie Koffein?
Nein, NADH ist kein Stimulans. Während Substanzen wie Koffein anregend auf das Nervensystem wirken, ist NADH ein körpereigener Bestandteil der biochemischen Energiegewinnung auf Zellebene. Als aktive Form von Vitamin B3 trägt es auf natürliche Weise dazu bei, den Energiestoffwechsel aufrechtzuerhalten, ohne den Körper künstlich aufzuputschen.
Kann NADH für das Gehirn und die Konzentration wichtig sein?
Das Gehirn beansprucht etwa 20 % der gesamten Körperenergie, obwohl es nur 2 % des Körpergewichts ausmacht. Es reagiert daher besonders sensibel auf die zelluläre Energieverfügbarkeit. Da die Coenzymform von Niacin (NADH) essenziell für die ATP-Produktion ist, unterstützt eine gute Niacin-Versorgung die normale Funktion des Nervensystems und trägt zur normalen psychischen Funktion bei.

Literatur

Alberts, B., Johnson, A., Lewis, J., et al. (2002). Molecular Biology of the Cell (4th ed.). Garland Science. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK21054/
Pollak, A. R., Niere, G., & Ziegler, M. (2014). NAD⁺/NADH and NADP(H) Redox Couples and Cellular Energy Metabolism. Antioxidants & Redox Signaling, 21(1), 38–53. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5737637/
StatPearls. (2024). Oxidative Phosphorylation. NCBI Bookshelf.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK553192/
Verdin, E. (2015). NAD⁺ in aging, metabolism, and neurodegeneration. Science, 350(6265), 1208–1213. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26785480/