Autor: Daniela Kulunschic

Autor: Ernährungsexperte Gerald Deuring
Lesezeit: ca. 6 min

Milchsäurebakterien sind weit mehr als nur Helfer bei der Joghurtherstellung – sie sind die zentralen Akteure in unserem Darmmikrobiom. Während Milliarden von Mikroorganismen unseren Verdauungstrakt besiedeln, übernehmen Milchsäurebakterien wie Lactobacillus und Bifidobacterium entscheidende Aufgaben für unsere Verdauung, den Stoffwechsel und das Immunsystem. In diesem Artikel erfährst du, wie diese nützlichen Bakterien unser inneres Ökosystem im Gleichgewicht halten und warum sie für unsere Gesundheit wichtig sein können.

Das Darmmikrobiom: Lebensraum für Milchsäurebakterien

Der menschliche Körper ist Lebensraum für eine enorme Vielfalt an Mikroorganismen. Besonders dicht besiedelt ist der Verdauungstrakt: Milliarden von Bakterien leben im Darm und bilden zusammen das sogenannte Darmmikrobiom. Dieses komplexe Ökosystem beeinflusst zahlreiche Prozesse im Körper – von der Verdauung bis hin zu Stoffwechsel- und Immunreaktionen.
Schätzungen zufolge enthält der menschliche Körper ungefähr ähnlich viele bakterielle wie menschliche Zellen, wobei sich der Großteil der Mikroorganismen im Darm befindet1.

Innerhalb dieser mikrobiellen Gemeinschaft spielen Milchsäurebakterien eine wichtige Rolle.

Was zeichnet Milchsäurebakterien aus?

Milchsäurebakterien sind Mikroorganismen, die Kohlenhydrate über Fermentationsprozesse zu Milchsäure abbauen. Zu den wichtigsten Gattungen gehören:

  • Laktobazillen (Lactobacillus): Diese „Stäbchenbakterien“ sind die bekanntesten Milchsäurebildner und schützen vor allem die Schleimhäute.
  • Bifidobakterien (Bifidobacterium): Sie besiedeln primär den Dickdarm und unterstützen dort die Verdauung komplexer Fasern.
  • Laktokokken (Lactococcus): Diese kugelförmigen Bakterien sind essenziell für die Fermentation von Milchprodukten.
  • Streptokokken (Streptococcus): Bestimmte harmlose Arten dieser Gruppe sind wichtige Helfer bei der Joghurtherstellung.

Diese Bakterien kommen natürlicherweise im menschlichen Körper vor, insbesondere im Darm, in der Mundhöhle und auf Schleimhäuten. Gleichzeitig spielen sie eine wichtige Rolle bei der Herstellung fermentierter Lebensmittel.

Lebensmittel wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi entstehen durch mikrobielle Fermentation, bei der Milchsäurebakterien Zucker in Milchsäure umwandeln.

Kimchi in einem Einmachglas

Der Darm als mikrobielles Stoffwechselorgan

Das Darmmikrobiom wird heute zunehmend als eine Art metabolisches Organ betrachtet. Mikroorganismen im Darm besitzen eine enorme genetische Vielfalt und sind in der Lage, zahlreiche Stoffwechselprozesse durchzuführen, die der menschliche Körper alleine nicht leisten könnte2.

Ein zentraler Prozess ist die Fermentation von Ballaststoffen. Ballaststoffe werden im Dünndarm kaum verdaut und gelangen daher in den Dickdarm. Dort dienen sie als Substrat für Darmbakterien, die sie in verschiedene Stoffwechselprodukte umwandeln3. Diese mikrobiellen Fermentationsprozesse sind ein wesentlicher Bestandteil der Interaktion zwischen Ernährung, Mikrobiom und Stoffwechsel.

Fermentation und mikrobielle Metaboliten

Bei der Fermentation von Ballaststoffen entstehen verschiedene Metaboliten, darunter insbesondere kurzkettige Fettsäuren (Short-Chain Fatty Acids, SCFA):

  • Acetat
  • Propionat
  • Butyrat

Diese Stoffe zählen zu den wichtigsten mikrobiellen Metaboliten im Darm4.

SCFA entstehen durch das Zusammenspiel verschiedener Bakteriengruppen innerhalb der Darmmikrobiota. Während einige Mikroorganismen komplexe Kohlenhydrate abbauen, nutzen andere die entstehenden Zwischenprodukte weiter. Milchsäurebakterien sind Teil dieses mikrobiellen Netzwerks und tragen zur Bildung von Fermentationsprodukten bei.

Wie mikrobielle Metaboliten im Körper wirken

Die Bedeutung dieser mikrobiellen Stoffwechselprodukte geht weit über den Darm hinaus. SCFA können mit verschiedenen physiologischen Systemen des Körpers interagieren.

So wirken kurzkettige Fettsäuren unter anderem über spezifische Rezeptoren des Immunsystems und des Stoffwechsels5.

Forschungen zeigen, dass SCFA unter anderem mit folgenden Prozessen in Verbindung stehen:

  • Regulation der Darmbarriere
  • Modulation von Immunreaktionen
  • Einfluss auf Entzündungsprozesse
  • Beteiligung am Energiestoffwechsel6

Darüber hinaus können mikrobiell gebildete Metaboliten sogar systemische Effekte haben und mit Stoffwechselprozessen im gesamten Körper interagieren7.

Ballaststoffe als Nahrung für Darmbakterien

Diverses Obst und Gemüse sowie Haferflocken

Die Zusammensetzung der Darmmikrobiota wird stark durch die Ernährung beeinflusst. Besonders wichtig sind dabei Ballaststoffe, da sie wertvolle Energielieferanten für viele Darmbakterien darstellen.

Unterschiedliche Ballaststoffe können dabei unterschiedliche bakterielle Gruppen fördern3.

Ballaststoffreiche Lebensmittel sind beispielsweise:

  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Obst
  • Gemüse

Eine ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen steht daher in engem Zusammenhang mit der Aktivität der Darmmikrobiota und der Produktion mikrobieller Metaboliten8.

Postbiotika – Stoffwechselprodukte der Darmbakterien

Neben lebenden Mikroorganismen rücken zunehmend auch deren Stoffwechselprodukte in den Fokus der Forschung. Diese werden als Postbiotika bezeichnet.

Postbiotika umfassen eine Vielzahl mikrobieller Produkte, darunter:

  • bakterielle Metaboliten
  • Zellwandbestandteile
  • Peptide
  • Enzyme
  • kurzkettige Fettsäuren

Viele dieser Substanzen entstehen durch die Aktivität von Darmbakterien, darunter auch Milchsäurebakterien.

Im Gegensatz zu Probiotika enthalten Postbiotika keine lebenden Mikroorganismen, sondern nur deren biologische Produkte. Dadurch sind sie häufig stabiler gegenüber Lagerung, Sauerstoff oder Hitze. Aus diesem Grund werden Postbiotika zunehmend als mögliche Ergänzung oder Alternative zu probiotischen Ansätzen untersucht9.

Milchsäurebakterien im komplexen Mikrobiom-Netzwerk

Die Forschung zeigt heute deutlich, dass Milchsäurebakterien nicht isoliert wirken. Vielmehr sind sie Teil eines komplexen mikrobiellen Netzwerks, in dem verschiedene Bakterienarten miteinander interagieren und Stoffwechselprodukte austauschen.

Das Gleichgewicht dieser mikrobiellen Gemeinschaft wird als Eubiose bezeichnet. Gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance, spricht man von Dysbiose, die mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebracht wird2.

Das Verständnis dieser mikrobiellen Wechselwirkungen ist ein zentrales Forschungsfeld der modernen Ernährungs- und Mikrobiomforschung.

Fazit zu Milchsäurebakterien

Milchsäurebakterien sind ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Mikrobioms und spielen eine zentrale Rolle innerhalb des mikrobiellen Ökosystems des Darms. Durch ihre Fähigkeit zur Fermentation von Kohlenhydraten tragen sie zur Bildung verschiedener mikrobieller Metaboliten bei.

Besonders kurzkettige Fettsäuren stehen im Fokus aktueller Forschung, da sie eine Verbindung zwischen Ernährung, Darmmikrobiota und Stoffwechselprozessen darstellen.

Darüber hinaus rücken zunehmend auch die Stoffwechselprodukte dieser Mikroorganismen – die sogenannten Postbiotika – in den Mittelpunkt wissenschaftlicher Untersuchungen.

Häufige Fragen zu Milchsäurebakterien

Was sind Milchsäurebakterien?

Milchsäurebakterien sind eine Gruppe von Mikroorganismen, die Kohlenhydrate zu Milchsäure verstoffwechseln. Sie kommen natürlicherweise im Darm sowie in fermentierten Lebensmitteln vor und sind Teil des komplexen Mikrobioms.
Warum sind Milchsäurebakterien im Darm so wichtig?

Milchsäurebakterien im Darm sind Teil eines komplexen mikrobiellen Netzwerks. Sie sind in verschiedene Stoffwechselprozesse eingebunden und stehen in Wechselwirkung mit anderen Mikroorganismen sowie mit der Darmumgebung.
Welche Bedeutung haben Ballaststoffe für Milchsäurebakterien?

Ballaststoffe dienen bestimmten Darmbakterien als Nahrungsquelle. Durch deren Verwertung entstehen verschiedene Stoffwechselprodukte, die wiederum Teil der komplexen Prozesse im Darm sind.
Sind Laktobazillen Milchsäurebakterien?

Ja, Laktobazillen (Gattung Lactobacillus) sind die bekanntesten Vertreter der Milchsäurebakterien. Sie verdanken ihren Namen der Fähigkeit, durch Fermentation Kohlenhydrate in Milchsäure umzuwandeln.
Was sind Laktobazillen?

Laktobazillen sind eine Untergruppe der Milchsäurebakterien. Sie gehören zu den am besten untersuchten Bakterienstämmen und kommen sowohl im Darm als auch in fermentierten Lebensmitteln vor.
Was ist die Aufgabe der Laktobazillen im Körper?

Laktobazillen sind Teil des natürlichen Mikrobioms und stehen in enger Wechselwirkung mit ihrer Umgebung im Darm. Sie werden häufig im Zusammenhang mit einem ausgeglichenen mikrobiellen Milieu, der Darmbarriere und immunologischen Prozessen beschrieben.
Was ist der Unterschied zwischen Laktobazillen und Bifidobakterien?

Beide gehören zu den wichtigen Bewohnern des menschlichen Mikrobioms. Laktobazillen werden häufig mit dem Dünndarm in Verbindung gebracht, während Bifidobakterien vor allem im Dickdarm vorkommen. Zudem unterscheiden sie sich in ihren Stoffwechseleigenschaften und den gebildeten Metaboliten.
Was sind Postbiotika?

Postbiotika sind Stoffwechselprodukte, die von Mikroorganismen im Darm gebildet werden. Dazu zählen beispielsweise kurzkettige Fettsäuren, die im Rahmen mikrobieller Prozesse entstehen.
Was versteht man unter Probiotika mit Milchsäurebakterien?

Als Probiotika mit Milchsäurebakterien werden Zubereitungen bezeichnet, die ausgewählte lebende Mikroorganismen enthalten. Sie werden häufig im Zusammenhang mit der Darmflora und dem mikrobiellen Gleichgewicht thematisiert.

Quellen:

1. Barber, T. M., et al. (2020). The health benefits of dietary fibre. Nutrients. DOI: 10.3390/nu12103209 ↑ zurück

2. Gilbert, J. A., et al. (2018). Current understanding of the human microbiome. Nature Medicine. DOI: 10.1038/nm.4517 ↑ zurück

3. Louis, P., et al. (2021). Dietary fibre complexity and its influence on functional groups of the human gut microbiota. Proceedings of the Nutrition Society. DOI: 10.1017/S002966512100096X ↑ zurück

4. Fusco, W., et al. (2023). Short-chain fatty-acid-producing bacteria: Key components of the human gut microbiota. Nutrients. DOI: 10.3390/nu15092211 ↑ zurück

5. Kimura, I., et al. (2020). Free fatty acid receptors in health and disease. Physiological Reviews. DOI: 10.1152/physrev.00041.2018 ↑ zurück

6. Parada-Venegas, D., et al. (2019). Short-chain fatty acids (SCFAs)-mediated gut epithelial and immune regulation. Frontiers in Immunology. DOI: 10.3389/fimmu.2019.00277
Sukkar, A. H., Lettieri-Barbato, D., Aquilano, K., & Ciriolo, M. R. (2019). Regulation of energy expenditure and substrate oxidation by short-chain fatty acids. Journal of Endocrinology, 242(2), R1–R8. DOI: 10.1530/JOE-19-0124 ↑ zurück

7. Visconti, A., et al. (2019). Interplay between the human gut microbiome and host metabolism. Nature Communications. DOI: 10.1038/s41467-019-12476-z
Diener, C., et al. (2022). Genome-microbiome interplay provides insight into the determinants of the human blood metabolome. Nature Metabolism. DOI: 10.1038/s42255-022-00670-1 ↑ zurück

8. Barber, T. M., et al. (2020). The health benefits of dietary fibre. Nutrients. DOI: 10.3390/nu12103209 ↑ zurück

9. Markowiak, P., & Śliżewska, K. (2017). Effects of probiotics, prebiotics, and synbiotics on human health. Nutrients. DOI: 10.3390/nu9091021 ↑ zurück

Autor: Ernährungsexperte Gerald Deuring
Lesezeit: ca. 5 min

Trotz ausreichend Schlaf fehlt Energie, die Konzentration lässt nach und geistige Leistungsphasen werden kürzer. Häufig werden dafür Stress oder Schlafqualität verantwortlich gemacht. Eine zentrale Rolle spielt jedoch ein Faktor, der selten beachtet wird — die Energieproduktion in unseren Zellen.
Im Mittelpunkt dieses Prozesses steht ein körpereigenes Molekül: NADH.

Was ist NADH?

NADH (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid, reduzierte Form) ist die biologisch aktive Coenzymform von Niacin (Vitamin B3).

Der Körper bildet NADH selbst aus Niacin-Vorstufen, die über die Ernährung aufgenommen werden. Es kommt in allen Körperzellen vor und ist besonders relevant für Gewebe mit hohem Energiebedarf, etwa Gehirn, Nervensystem, Muskulatur und Herz.

Wichtig:
NADH ist kein Vitamin und kein Stimulans, sondern ein körpereigener Bestandteil des Zellstoffwechsels.

Grafik: NADH Prozess im Körper

Energie entsteht in den Mitochondrien

Nährstoffe liefern zunächst nur Bausteine. Die eigentliche Energiegewinnung erfolgt erst in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zellen. Dort wird aus den Abbauprodukten der Nahrung ATP (Adenosintriphosphat) gebildet. ATP ist die unmittelbar verfügbare Energieform unseres Körpers und wird für nahezu alle biologischen Prozesse benötigt — von Muskelbewegungen bis zur Nervenleitung.

NADH übernimmt dabei eine zentrale biochemische Funktion:

Es wirkt als Elektronenträger in der mitochondrialen Atmungskette (oxidative Phosphorylierung) und ermöglicht so die Bildung von ATP.
(Pollak et al., 2014; StatPearls, 2024)

NAD⁺ und NADH – ein biologisches Energiesystem

Im Organismus existieren zwei Formen desselben Coenzyms:

  • NAD⁺ – oxidierte Form (nimmt Elektronen auf)
  • NADH – reduzierte, energiereiche Form (gibt Elektronen zur ATP-Bildung ab)

Dieses Redox-System ist eine Grundlage des gesamten Energiestoffwechsels und an zahlreichen Stoffwechselreaktionen beteiligt. (Pollak et al., 2014)

Mit zunehmendem Alter sinken die NAD⁺-Spiegel in Zellen und Geweben, was mit Veränderungen des Energiestoffwechsels in Verbindung gebracht wird. (Verdin, 2015)

2 Männer machen Boxsprünge

Warum Energie zuerst mental spürbar wird

Das Gehirn macht nur etwa 2 % des Körpergewichts aus, benötigt jedoch ungefähr 20 % der gesamten Energie des Körpers.
Daher reagieren besonders energieabhängige Prozesse sensibel auf Veränderungen der zellulären Energieverfügbarkeit.ATP wird unter anderem benötigt für:

  • neuronale Signalübertragung
  • Muskelkontraktion
  • Aufrechterhaltung zellulärer Funktionen
(Alberts et al., 2002)

Die Rolle von Niacin in der Ernährung

Der Körper stellt NADH aus Niacin (Vitamin B3) her. Eine ausreichende Versorgung mit Niacin ist daher Voraussetzung für die normale Funktion dieses Systems.

NADH selbst wird dabei nicht als Wirkstoff betrachtet, sondern als die aktive Coenzymform, in der Niacin im Zellstoffwechsel vorliegt.

Einordnung: NADH als Energieunterstützer

NADH wirkt nicht wie Koffein oder andere stimulierende Substanzen.
Während stimulierende Stoffe am Nervensystem ansetzen, beschreibt NADH einen Schritt davor — die biochemische Energiegewinnung auf Ebene der Zellen.
Eine ausgewogene Ernährung liefert die Grundlage für die Bildung des NAD⁺/NADH-Systems und unterstützt damit den normalen Energiestoffwechsel.

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  • NADH ist eines der wichtigsten Moleküle für die Energieproduktion in unseren Zellen

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NADH Fazit

NADH ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Stoffwechsels und spielt eine zentrale Rolle bei der zellulären Energieproduktion. Als aktive Form von Vitamin B3 ist es Teil jener Prozesse, mit denen der Körper aus Nährstoffen nutzbare Energie erzeugt. Damit rückt ein Aspekt stärker in den Fokus, der im Alltag oft unterschätzt wird: Nicht nur wie viel wir schlafen oder essen, sondern wie effizient unsere Zellen daraus Energie bereitstellen.

 

Häufige Fragen zu ÖKOPHARM® NADH Kapseln

Was ist NADH?
NADH (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid, reduzierte Form) ist die biologisch aktive Coenzymform von Niacin (Vitamin B3). Es kommt natürlicherweise in allen Körperzellen vor und ist ein zentraler Bestandteil des Zellstoffwechsels.
Welche Rolle spielt NADH im Körper?
NADH kommt natürlicherweise in allen Körperzellen vor und ist ein zentraler Bestandteil des Zellstoffwechsels. Da der Körper NADH aus Niacin-Vorstufen bildet, trägt eine ausreichende Versorgung mit Niacin zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
Verändert sich der NADH-Spiegel im Alter?
Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass die NAD⁺-Spiegel in Zellen und Geweben mit zunehmendem Alter sinken können. Da dieses System die Grundlage des Energiestoffwechsels bildet, kann eine gezielte Zufuhr von Niacin sinnvoll sein, da dieses Vitamin zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung sowie zu einem normalen Energiestoffwechsel beiträgt.
Wie kann NADH die Energiegewinnung in den Zellen unterstützen?
Die Energiegewinnung findet in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zellen, statt. Dort fungiert NADH als wichtiger Elektronenträger in der sogenannten mitochondrialen Atmungskette. Dieser biochemische Prozess ermöglicht die Bildung von ATP (Adenosintriphosphat), der unmittelbar verfügbaren Energieform unseres Körpers. Niacin, als Basis für NADH, unterstützt hierbei die normale psychische Funktion und die Funktion des Nervensystems.
Ist NADH ein Stimulans wie Koffein?
Nein, NADH ist kein Stimulans. Während Substanzen wie Koffein anregend auf das Nervensystem wirken, ist NADH ein körpereigener Bestandteil der biochemischen Energiegewinnung auf Zellebene. Als aktive Form von Vitamin B3 trägt es auf natürliche Weise dazu bei, den Energiestoffwechsel aufrechtzuerhalten, ohne den Körper künstlich aufzuputschen.
Kann NADH für das Gehirn und die Konzentration wichtig sein?
Das Gehirn beansprucht etwa 20 % der gesamten Körperenergie, obwohl es nur 2 % des Körpergewichts ausmacht. Es reagiert daher besonders sensibel auf die zelluläre Energieverfügbarkeit. Da die Coenzymform von Niacin (NADH) essenziell für die ATP-Produktion ist, unterstützt eine gute Niacin-Versorgung die normale Funktion des Nervensystems und trägt zur normalen psychischen Funktion bei.

Literatur

Alberts, B., Johnson, A., Lewis, J., et al. (2002). Molecular Biology of the Cell (4th ed.). Garland Science. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK21054/
Pollak, A. R., Niere, G., & Ziegler, M. (2014). NAD⁺/NADH and NADP(H) Redox Couples and Cellular Energy Metabolism. Antioxidants & Redox Signaling, 21(1), 38–53. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5737637/
StatPearls. (2024). Oxidative Phosphorylation. NCBI Bookshelf.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK553192/
Verdin, E. (2015). NAD⁺ in aging, metabolism, and neurodegeneration. Science, 350(6265), 1208–1213. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26785480/
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Mental Load erkennen – und Schritt für Schritt reduzieren

Der Begriff Mental Load beschreibt die unsichtbare Denkarbeit, die im Hintergrund des Alltags ständig mitläuft – von der Organisation des Haushalts bis zur Planung von Terminen. Viele Menschen, besonders Frauen, tragen diese Last überproportional oft.
Damit dieser mentale Druck nicht überhandnimmt, haben wir Tipps gesammelt, wie man Verantwortung fairer verteilt und Stress im Alltag besser im Griff behält.

Mental Load – warum vor allem Frauen betroffen sind

In Österreich übernehmen Frauen den Großteil der sogenannten „kognitiven Aufgaben“ rund um Familie und Haushalt.¹
Dazu zählen Tätigkeiten wie:

  • an Geburtstage denken
  • Geschenke besorgen
  • Wäsche- und Essensplanung
  • Terminorganisation
  • Überblick über Verpflichtungen der Kinder
Frau sitzt erschöpft auf einer couch

Alte Rollenbilder der Gesellschaft beeinflussen Mental Load

Obwohl viele Partnerschaften modern aufgestellt sind, wirken traditionelle Rollenbilder weiterhin nach. Nach der Geburt übernehmen häufig Frauen den Großteil der Care-Arbeit – verstärkt durch gesellschaftliche Erwartungen, ein erhöhtes Pflichtgefühl und den Wunsch, „alles richtig zu machen“.

Verstärkt wird das zusätzlich durch berufliche Erwartungen, und zwar in Richtung der Väter. Laut Statistik Austria arbeiten in Österreich 65,6 % der Frauen mit Kindern in Teilzeit. Bei Männern mit Kindern liegt die Teilzeitquote dagegen nur bei 7,7 %. Diese deutliche Schere zeigt, wie unterschiedlich die berufliche und familiäre Belastung verteilt ist – und welchen Einfluss das auf Mental Load haben kann.2

Laut der Statistik Austria verbringen Frauen im Schnitt 3 Stunden 7 Minuten pro Tag mit unbezahlter Haus- und Sorgearbeit, Männer dagegen nur 1 Stunde 54 Minuten.3 Fehlt die Anerkennung dieser Bemühungen, entsteht das Gefühl, für alles alleine verantwortlich zu sein. Das kann belastend sein und das Selbstwertgefühl beeinträchtigen.

Umso wichtiger ist es, Strategien zu entwickeln, die Mental Load zu teilen und Stress zu reduzieren.

Möchtest du Achtsamkeits-Rituale in euren Alltag einbauen? In unserem Blogartikel über Achtsamkeit im Familienalltag findest du Tipps für Ausgleich und Ruhe.

Tipps, um Mental Load zu reduzieren

Unsichtbare Arbeit sichtbar machen & Erwartungen klären

Der erste Schritt ist, Aufgaben bewusst zu machen:

  • Checklisten führen
  • Aufgaben sichtbar platzieren (z. B. auf dem Kühlschrank)
  • Erwartungshaltungen vorher besprechen

Wichtig ist dabei nicht nur was erledigt werden soll, sondern auch wie und bis wann. Beispiel: Welche Putzmittel werden verwendet? Was gehört in die 90-Grad-Wäsche? Solche Details helfen, Verantwortlichkeiten klar zu definieren.

Ein hilfreiches Mindset: „Anders ist nicht falsch.“ Wenn Aufgaben übergeben werden, muss man akzeptieren, dass sie vielleicht anders erledigt werden – aber trotzdem gut.

Verantwortung fair teilen – und auch abgeben können

Hier wird es schon etwas schwieriger, denn das eine ist die Aufgaben niederzuschreiben, etwas anderes ist es, wenn die Gewohnheit wieder zuschlägt und die Verantwortung abgeschoben wird. Oder abgenommen wird. Auch hier ist Kommunikation ein Schlüssel. Allen muss klar gemacht werden, dass in (Familien-) Teams die Verantwortung für große und kleine Aufgaben gleichberechtigt verteilt werden.

Ebenso wichtig: Aufgaben nicht ständig zu kontrollieren oder zu korrigieren.
Auch Kinder können Verantwortung übernehmen – z. B. Pflanzen gießen, Haustierpflege oder kleine fixe Aufgaben.

Pärchen arbeitet an einem Laptop

Regelmäßige Familien- oder Haushaltsbesprechungen

Ein fester, kurzer Austausch pro Woche kann viel bewegen:

  • Aufgaben neu verteilen
  • Erwartungen klären
  • Probleme ansprechen
  • Größere Projekte wie Urlaube gemeinsam planen

Regelmäßigkeit schafft Routine und entlastet das mentale System.

Strukturelle Veränderungen anstoßen

Für viele Familien in denen Männer nach der Karenz wieder Vollzeit in den Beruf zurückkehren und Frauen in Teilzeitbeschäftigung übergehen, bleibt es dann dabei. Häufig wirkt es festgefahren, vor allem wenn sich die Teilzeit schon Jahre hinzieht.

In Österreich existieren mehrere Programme und Initiativen, die darauf abzielen, Frauen beim Übergang von Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung zu unterstützen und Männer stärker in Care-Arbeit einzubinden:

  • WAFF Wien – „FRECH – Frauen ergreifen Chancen“
  • AMS-Förderungen für Wiedereinstieg & Qualifizierung
  • EU-Initiativen für Gleichstellung & Vereinbarkeit

Solche Maßnahmen können helfen, langfristig für mehr Balance zu sorgen. Wichtig ist, offen darüber zu sprechen und bewusst Chancen zu nutzen.

Mental Load Checkliste

Diese Checkliste kann dir helfen, einen ersten Eindruck davon zu bekommen, welche Aufgaben im Alltag “nebenbei” anfallen und wo vielleicht unbewusst viel Verantwortung getragen wird. Sie ersetzt jedoch keine professionelle Beratung. Wenn du merkst, dass dich Stress oder Erschöpfung dauerhaft begleiten, sprich am besten mit einer Ärztin oder einem Arzt und achte gut auf dich.

 

Fazit:

Mental Load betrifft uns alle, ob direkt oder indirekt und gemeinsam können wir etwas dagegen tun. Auch wenn die Tipps nicht sofort für alle klappen werden, so ist unerlässlich darüber zu sprechen und das Thema Mental Load ernst zu nehmen. Das Wichtigste ist, dass gemeinsam mehr bewirkt werden und es einen Weg aus der Mental Load Falle geben kann.

Mental Load Checkliste

1https://www.ams.at/arbeitsuchende/frauen/gender-care-gap

2Q: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung 2024. Erstellt am 13.03.2025. – Nach internationalem Konzept (ILO). – Familienbegriff umfasst nur im selben Haushalt lebende Personen (Kernfamilienkonzept). – Teilzeit nach Selbstzuordnung. – Aktive Erwerbstätigenquote: Anteil der Erwerbstätigen (ohne Personen in Elternkarenz) an allen Personen der jeweiligen Gruppe. – Teilzeitquote: Anteil der Personen in Teilzeit (inkl. Personen in Elternkarenz) an allen Erwerbstätigen der jeweiligen Gruppe. (https://www.statistik.at/statistiken/arbeitsmarkt/erwerbstaetigkeit/familie-und-erwerbstaetigkeit)

3https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2023/12/20231218ZVE20212022EN.pdf

WAFF Wien – Programm „FRECH – Frauen ergreifen Chancen“ (https://www.waff.at/angebote/fuer-frauen/freche-frauen-ergreifen-chancen/)

AMS Österreich – Wiedereinstiegs- und Qualifizierungsförderungen (https://www.ams.at/arbeitsuchende/arbeitslos-was-tun/wiedereinstieg)

EU-Kommission – Gleichstellung & Vereinbarkeit von Beruf und Familie (https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/policies/justice-and-fundamental-rights/gender-equality_en)

Darmflora aufbauen – Mit diesen Nährstoffen klappt es

Autor: Ernährungsexperte Gerald Deuring
Lesezeit: ca. 5 min

Eine gesunde Darmflora ist der Schlüssel zu einem starken Immunsystem, einer guten Verdauung und deinem allgemeinen Wohlbefinden. Doch Stress, ungesunde Ernährung oder Antibiotika können das Gleichgewicht deiner Darmbakterien stören. In diesem Beitrag erfährst du, wie du deine Darmflora aufbauen kannst, welche Hausmittel wirklich helfen und welche Nährstoffe deine Verdauung unterstützen.

Warum ist eine gesunde Darmflora so wichtig?

Dein Darm beherbergt etwa 39 Billionen Bakterien – das sogenannte Mikrobiom. Diese Mikroorganismen sind wesentlich an folgenden Prozessen beteiligt:

  • Verdauung, Nährstoffaufnahme & Entgiftung:
    Darmbakterien unterstützen die Zersetzung von Nahrungsbestandteilen und fördern die Aufnahme wichtiger Nährstoffe. Beim Abbau von Ballaststoffen entstehen kurzkettige Fettsäuren, die die Darmzellen mit Energie versorgen und die Darmbewegung anregen. Zudem helfen bestimmte Bakterien, giftige Substanzen wie Nitrosamine unschädlich zu machen.
  • Immunsystem:
    Das menschliche Darmmikrobiom umfasst eine Vielzahl von Mikroorganismen, die in enger Wechselwirkung mit dem Körper stehen. Bestimmte Bakterienarten können dazu beitragen, dass sich potenziell schädliche Keime schwerer ansiedeln, indem sie ökologische Nischen im Darm besetzen. Außerdem sind sie an der Aufrechterhaltung der Darmbarriere beteiligt und interagieren mit dem Immunsystem.
  • Vitaminproduktion:
    Bestimmte Darmbakterien produzieren Vitamine wie Vitamin K und verschiedene B-Vitamine (z.  B1, B2, B5, Biotin, Folsäure).
  • Hormonbildung:
    Das Mikrobiom ist an der Produktion wichtiger Botenstoffe wie Serotonin („Glückshormon“) beteiligt.

Ein Ungleichgewicht der Darmflora – auch Dysbiose genannt – kann zu Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Hautproblemen oder ständiger Müdigkeit führen. Du bist damit nicht allein – Millionen Menschen kämpfen mit einer gestörten Darmflora, oft ohne zu wissen, woran es wirklich liegt.

Ursachen für eine geschwächte Darmflora

  • Antibiotika-Einnahme
  • Dauerhafter Stress
  • Fehlernährung (z. B. Zucker, Fast Food)
  • Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • Alkoholkonsum

Die besten Nährstoffe für den Aufbau der Darmflora

Bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe unterstützen die Darmgesundheit – sie sind die Basis für den natürlichen Darmaufbau:

Nährstoffe für eine gesunde Darmflora

Nährstoff Wirkung auf den Darm Quellen
Ballaststoffe Futter für gute Darmbakterien (präbiotisch) Vollkorn, Leinsamen, Gemüse, Hülsenfrüchte
Probiotika Liefert lebende, nützliche Bakterien Joghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi
Präbiotika Unterstützt das Wachstum gesunder Bakterien Chicorée, Zwiebeln, Knoblauch, Bananen
Zink Unterstützt die Darmschleimhaut Kürbiskerne, Linsen, Haferflocken
Omega-3-Fettsäuren Omega-3-Fettsäuren sind an entzündungsregulierenden Prozessen beteiligt und können die Funktion der Darmschleimhaut unterstützen Leinöl, Chiasamen, Fisch (z. B. Lachs)
Vitamin D Vitamin D-Rezeptoren finden sich auch in Zellen der Darmschleimhaut, wodurch Vitamin D indirekt mit immunologischen Prozessen im Darm in Verbindung steht Sonnenlicht, Eier, Pilze
L-Glutamin L-Glutamin ist eine wichtige Energiequelle für Zellen der Darmschleimhaut Fleisch, Eier, Sojabohnen, Supplemente

Darmflora aufbauen mit Hausmitteln – 7 effektive Tipps

Manchmal sind es die einfachen Dinge, die eine Wirkung haben können. Die nachfolgenden Hausmittel haben sich über Generationen hinweg bewährt:

Mann der meditiert. Copyright Adobe Stock
  • Fermentierte Lebensmittel essen
    → z.  Sauerkraut, Kimchi, Kombucha, Miso
  • Flohsamenschalen & Leinsamen
    → Quelle für lösliche Ballaststoffe, gut bei Verstopfung
    Geralds Expertentipp: Über Nacht in Mandel- oder Hafermilch eingelegt sind sie etwas verträglicher
  • Regelmäßige Bewegung
    → Körperliche Aktivität wird mit einer größeren Vielfalt an Darmbakterien in Verbindung gebracht.
  • Zucker reduzieren
    → Pathogene Bakterien und Pilze wie Candida lieben Zucker
  • Entspannung & Stressabbau
    → Yoga, Meditation oder Spaziergänge wirken positiv auf die Darm-Hirn-Achse

Möchtest du wissen welche Lebensmittel gegen einen sauren Magen helfen? In unserem Blogartikel findest du alles Wissenswerte um Balance in deinen Säure-Basen-Haushalt zu bringen.

Schritt-für-Schritt: Gesunde Darmflora aufbauen

    1. Darm entlasten:
      Reduziere verarbeitete Lebensmittel, Alkohol und Zucker für mindestens 1–2 Wochen.
    2. Probiotika zuführen:
      Über fermentierte Lebensmittel, Joghurt, Kefir oder hochwertige Nahrungsergänzungsmittel.
    3. Präbiotika integrieren:
      Ballaststoffe als „Futter“ für gute Bakterien.
    4. Nährstoffreiche Ernährung:
      Frisch, bunt, saisonal – möglichst naturbelassen.
    5. Lebensstil anpassen:
      Bewegung, ausreichend Schlaf, Stressmanagement.
    6. Viel Wasser trinken:
      Oft vernachlässigt – aber so wichtig! Idealerweise 1,5 bis 2 Liter stilles Wasser.

 

Was viele vergessen: Deine Gedanken wirken auch auf den Darm

Studien zeigen: Stress verändert die Darmflora messbar – genauso wie Angst oder ständige Sorgen. Deshalb gehört zum Darmaufbau nicht nur der richtige Tee oder das passende Probiotikum, sondern auch:

Eine Frau dehnt sich am Morgen

Darmflora aufbauen ist kein Sprint – es ist eine Reise

Vielleicht hast du schon vieles ausprobiert. Vielleicht bist du frustriert, weil sich nichts dauerhaft verbessert hat. Verliere nicht den Mut! Der Aufbau deiner Darmflora ist ein Prozess, der Zeit und Aufmerksamkeit erfordert. Mit den richtigen Nährstoffen, Hausmitteln und einer bewussten Lebensweise kannst du deinem Körper helfen, sich selbst zu regenerieren. Dein Darm wird es dir danken – mit mehr Energie, besserer Verdauung und einem stärkeren Immunsystem.

FAQs zum Thema “Darmflora aufbauen”

In unseren häufig gestellten Fragen erfährst du, wie du deine Darmflora gezielt aufbauen kannst, welche Lebensmittel dabei helfen können und worauf du im Alltag achten solltest.

Welche Lebensmittel unterstützen eine gesunde Darmflora?

• Fermentierte Produkte
• Ballaststoffreiches Gemüse
• Leinsamen, Flohsamenschalen
• Omega-3-Fettsäuren
• Viel Wasser!

Was schadet der Darmflora?
  • Antibiotika
  • Zu viel Zucker und Fast Food
  • Alkohol
  • Dauerstress
  • Schlafmangel
Wie lange dauert es, die Darmflora aufzubauen?

Die Regeneration kann zwischen 4 Wochen und mehreren Monaten dauern – je nach Ausgangslage, Ernährung und Lebensstil.

Wie kann ich die Darmflora wieder aufbauen?

Durch eine Kombination aus:

  • Probiotika (z. B. Joghurt, Supplemente)
  • Präbiotika (Ballaststoffe)
  • Vermeidung von Zucker und Fertigprodukten
  • Bewegung und Sport
  • Stress-Reduktion

Spielerisch lernen: So förderst du die kognitiven Fähigkeiten deines Kindes

Eltern möchten ihren Kindern die besten Voraussetzungen für ein schönes Leben bieten. Sie sollen in ihrer Entwicklung unterstützt und ihnen das nötige Rüstzeug für ein erfülltes Leben mitgegeben werden. Dabei steht oft die Frage im Raum: „Wie kann ich mein Kind sinnvoll fördern, ohne es zu überfordern?“. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Methoden, um mit Kindern spielerisch zu Lernen und die kognitiven Fähigkeiten der Kinder zu stärken. Das Schöne am spielerischen Lernen ist, dass es den natürlichen Entdeckungsdrang der Kinder nutzt und gleichzeitig ihre Fähigkeiten schult.

Spielerisch Lernen mit Rätsel und Denksport:

Knobeln für kluge Köpfchen! Rätsel und Denksportaufgaben schärfen das logische Denken, Gedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit. Traditionelle Rätsel wie Sudoku oder geometrische Puzzles trainieren z.B. das logische Denken. Sie sind eine unterhaltsame Art, das Gehirn zu trainieren und bieten oft Aha-Momente, die für viel Freude sorgen. Spiele wie „Kniffel“ bieten zudem die Möglichkeit, Strategien zu entwickeln und das Gedächtnis zu trainieren.

Ein kleines Mädchen löst ein Rätsel
Ein Mädchen und seine Mutter experimentieren

Experimentierkästen fördern kognitive Fähigkeiten:

Die Welt der Wissenschaft zum Greifen nah! Mit Experimentierkästen können Kinder naturwissenschaftliche Phänomene selbst erleben und verstehen. Chemie, Physik oder Biologie – solche Kits bieten spannende Einblicke und fördern das Verständnis für unsere Welt. Chemie Starter-Sets für Kinder bieten Einblicke in die Welt der Chemie, während z.B. „Kosmos Easy Elektro“ das Thema Elektrizität spielerisch erklärt.

Mit Lern-Apps spielerisch zum Lernerfolg:

Modern, interaktiv und stets griffbereit: Lern-Apps sind ein hervorragendes Tool, um Wissen auf unterhaltsame Weise zu vermitteln. Sei es Mathematik, Sprachen oder Naturwissenschaften – es steht eine breite Palette von Apps zur Verfügung, die den Lehrinhalt ansprechend gestalten und sich dem Lernniveau des Kindes anpassen. Mit Apps wie „Duolingo“ oder „Die Maus“ haben Kinder die Möglichkeit, jederzeit und überall ihr Wissen spielerisch zu vertiefen. Mehr Apps für Kinder findet ihr unter https://www.bupp.at/de – BUPP, die Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von digitalen Spielen, testet und empfiehlt digitale Spiele für Kinder und Jugendliche.

Ein Bub sitzt vor dem Laptop und hat Kopfhörer auf
Ein Bub liegt am Boden und spielt Lego

Bausteine und Konstruktionsspielzeug fördern Phantasie:

Bauen, gestalten, erforschen! Bausteine und Konstruktionsspielzeuge regen nicht nur die Fantasie an, sondern fördern auch das räumliche Vorstellungsvermögen. Im spielerischen Umgang damit eignen sich Kinder zudem Grundkenntnisse in Planung, Struktur und Design an. Mit Systemen wie „LEGO Technic“ oder „Magnetbausteinen“ haben sie die Chance, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und zugleich wichtige Fähigkeiten zu entwickeln.

Interaktive Lernspiele für Strategieentwicklung:

Brettspiele und digitale Plattformen bieten Kindern lehrreiche Abenteuer. Neben dem Wissensdurst schärfen sie Fähigkeiten wie Teamarbeit und Strategie. Während Brettspiele wie „Das verrückte Labyrinth“ das logische Denken fördern, schulen Spiele wie „Rush: Ein Disney Pixar Abenteuer“ auf Spielekonsolen die Koordination und Problemlösung. Ein perfekter Mix aus Spaß und Lernen. Weiter Spielempfehlungen findet ihr unter https://www.bupp.at/de – BUPP ist die Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von digitalen Spielen.

Ein Bub und sein Vater spielen ein Spiel
Ein Kind malt mit den Händen

Kreative Kunstprojekte:

Kunst fördert das kognitive Denken und die Feinmotorik. Beim Malen, Zeichnen oder Basteln entwickeln Kinder Planungs- und Problemlösungsfähigkeiten und drücken gleichzeitig ihre Kreativität aus. Zudem kann das Erstellen von Kunstwerken auch emotionale und soziale Kompetenzen stärken, da Kinder lernen, ihre Gefühle auszudrücken und ihre Werke mit anderen zu teilen. Beliebte Sets wie „Crayola Inspiration Art Case“ bieten vielfältige Möglichkeiten.

Spielerische Aufmerksamkeitstrainings für kleine Träumer:

Auch für verträumte Kinder gibt es tolle Möglichkeiten Struktur spielerisch zu lernen und kognitive Fähigkeiten zu trainieren. Bei verträumten Kindern wäre es von Vorteil, wenn der Arbeitsplatz frei von Ablenkungen ist und sie auch sonst von niemandem abgelenkt werden. Je nach Kind kann man dann testen, ob das Kind aktiviert – also bereit – ist oder ob noch eine Aufwärmübung nötig ist. Manche Kinder benötigen oft körperliche Aktivität, wie z.B. Springschnur springen, eine kleine Runde im Garten laufen oder ähnliches, um auch die kognitiven Fähigkeiten zu aktivieren. Andere wiederum freuen sich über eine gesunde Jause vor dem Start oder einen erfrischenden Smoothie. Hier braucht es etwas Fingerspitzengefühl, um herauszufinden, was eurem Kind gut tut. Zur Förderung der Aufmerksamkeit gibt es auch sehr viele spielerische Möglichkeiten:

  • „Ich packe meinen Koffer“: es fördert die Konzentration spielerisch und je öfter man es spielt, desto besser und länger kann man spielen
  • Detektiv-Spiel: Dein Kind verlässt den Raum, vorher soll es sich gut umsehen, denn nach dem es den Raum verlassen hat, kommt ein Dieb und stielt ein paar Dinge. Je nach Alter und Entwicklung kannst du entscheiden wie viele Dinge es sind und wie schwierig du es deinem Kind machst. Danach werden Rollen getauscht – für alle Beteiligten ein Riesen-Spaß. Dieses Spiel könnt ihr auch auf Reisen spielen, sucht kleine Dinge zusammen, z.B. im Wald, legt sie auf eine Decke und lasst einfach ein paar davon „verschwinden“. Die Konzentration deines Kindes wird so auf spielerische Weise trainiert
  • Weg-Beschreibungen: Dein Kind soll einen Weg aufschreiben bzw. aufzeichnen, den es gut kennt, z.B. den Weg zum Bäcker oder zur Oma. Mit diesem Training kann dein Kind spielerisch lernen, wie es Dinge aus seinem Gedächtnis abrufen und zu Papier bringen kann.

Fazit:

Die Neugierde der Kinder ist ein echter Schatz. Mit spielerischem Lernen kann dieser Entdeckungsdrang in dauerhafte Lernerfolge umgewandelt werden. Beziehe die genannten Tipps in euren Alltag ein, um dein Kind auf seinem Weg des Lernens zu unterstützen und die Begeisterung am Entdecken lebendig zu halten. Denn effektives Lernen geht Hand in Hand mit Freude.

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Brainfood: Wie Ernährung die geistige Leistung und Konzentration unterstützen kann

Die Bedeutung der richtigen Ernährung für unsere Gesundheit und unser allgemeines Wohlbefinden ist unbestreitbar. Besonders spannend ist jedoch, dass bestimmte Lebensmittel gezielt unsere geistige Leistungsfähigkeit und Konzentration fördern können. Diese sogenannten Brainfoods liefern wichtige Nährstoffe, die das Gehirn unterstützen, die mentale Klarheit stärken und langfristig zur kognitiven Gesundheit beitragen.

Die Verknüpfung zwischen Ernährung und der Gesundheit des Gehirns

Dass bestimmte Lebensmittel unser Immunsystem stärken können, ist vielen längst bekannt – wir haben diesem Thema sogar einen eigenen Blogartikel über heimische Immun-Booster gewidmet. Weniger bekannt ist jedoch, dass auch unsere Gehirnleistung maßgeblich durch die Ernährung beeinflusst werden kann. Das Gehirn, ein Organ mit hochkomplexen Netzwerken und vielfältigen Aufgaben, ist ständig in Bewegung und benötigt eine kontinuierliche Versorgung mit Energie und Nährstoffen. Genau hier kommt sogenanntes Brainfood ins Spiel.

Was ist Brainfood?

Brainfood bezeichnet Lebensmittel, die sich positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit, Konzentration und Stimmung auswirken. Sie enthalten bestimmte Nährstoffe – wie Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, B-Vitamine oder Aminosäuren – die das Gehirn bei wichtigen Funktionen unterstützen. Typische Brainfoods sind beispielsweise Nüsse, Beeren, fetter Fisch, Vollkornprodukte oder grünes Blattgemüse. Eine ausgewogene Ernährung mit Brainfood kann helfen, mental fit zu bleiben, Stress besser zu bewältigen und die kognitive Gesundheit langfristig zu fördern.

Zink und B-Vitamine spielen dabei eine wichtige Rolle. So unterstützt die Pantothensäure die normale geistige Leistungsfähigkeit und die B-Vitamine wie B2, B6 und B12, sowie Niacin helfen gegen Müdigkeit und Erschöpfung. Gleichzeitig unterstützen diese die Nervenfunktion, die wiederum für die Übertragung von Signalen im Gehirn von großer Bedeutung ist.

Eine ausgewogene Ernährung ist für das Gehirn und die Denkleistung somit essenziell.

Welche Lebensmittel sind gut fürs Gehirn?

Unter anderem Nüsse, Beeren, Tomaten, Spinat, Grünkohl, Grüner Tee, Kichererbsen, Sojabohnen, Äpfel und eine mediterrane Ernährung. Hier findest du eine Aufzählung der Lebensmittel die deine Gehirnleistung unterstützen können:

Eine Person schneidet Gemüse
  • Nüsse und Samen: Diese kleinen Kraftpakete enthalten besonders viel Vitamin E, welches die Gehirnzellen vor oxidativem Stress schützt.
  • Beeren und Tomaten: Beeren sind reich an Antioxidantien, die unsere Gehirnzellen vor Stress schützen können. Tomaten wiederum enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die die Produktion des Nervenbotenstoffs Serotonin fördern.
  • Spinat & Grünkohl: Diese grünen Blätter sind reich an Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien. Sie helfen, das Gehirn vor oxidativem Stress zu schützen und unterstützen die allgemeine kognitive Funktion.
  • Grüner Tee: Dank seines Koffeingehalts und des L-Theanins kann grüner Tee die Aufmerksamkeit und Konzentration steigern.
  • Kichererbsen und Sojabohnen: Für den internen Informationsaustausch benötigt unser Gehirn Aminosäuren, die aus Eiweiß gewonnen werden. Kichererbsen und Sojabohnen, zum Beispiel in Form von Sojamilch und Tofu, sind hervorragende pflanzliche Quellen für diese Aminosäuren. Zusätzlich enthalten sie B-Vitamine, Eisen, Magnesium und Zink. Auch für Folsäure sind Kichererbsen eine ideale Quelle.
  • Äpfel: Äpfel enthalten Quercetin, ein Antioxidans, das dazu beitragen kann, Entzündungen im Gehirn zu reduzieren und die Gehirnfunktion zu fördern.
  • Mediterrane Ernährung: Grundsätzlich lässt sich eine mediterrane Ernährung mit reichlich frischem Obst, vielen gesunden Ölen (z.B. Leinöl), Fisch und gedünstetem Gemüse empfehlen. Diese Ernährungsform fördert die Durchblutung, unterstützt die Gehirnleistung und kann sogar das Risiko von Alzheimer-Erkrankungen verringern, vorausgesetzt man beginnt ab einem jungen Alter damit.

Brainfood-Rezepte:

Grüner Smoothie

Green Smoothie in einem Glas

Es ist einfach, einige der oben genannten Lebensmittel in die tägliche Ernährung zu integrieren, besonders wenn sie in einem leckeren Getränk kombiniert werden. Hier ist ein Rezept, das viele dieser Brainfoods enthält:

Zubereitungszeit: ca. 15 min

Zutaten:

  • Eine Handvoll Spinatblätter
  • Eine Handvoll Grünkohl
  • Eine reife Banane
  • Eine halbe Avocado
  • Ein Esslöffel Leinöl
  • Ein Glas Wasser oder nach Geschmack Mandel- bzw. Sojamilch

Anleitung:

  1. Alle Zutaten in einen Mixer geben.
  2. Mixen, bis eine glatte Konsistenz erreicht ist.
  3. In einem Glas servieren und genießen.

Brainfood-Müsli

Mit diesem Müsli startest du voller Power in den Tag

Zubereitungszeit: ca. 15 min

Zutaten:

  • 40-50 g Haferflocken
  • 1 EL Leinsamen geschrotet
  • 1 TL Flohsamen
  • heißes Wasser
  • 15 g Nüsse (z.B. Walnüsse)
  • 40 g Beeren (frisch oder tiefgekühlt)
  • 1 EL Trockenfrüchte (z.B. Datteln)
  • 100 -150 g Skyr, Naturjoghurt, Milch, Joghurt- bzw. Milchalternativen
  • evtl. Kurkuma, Zimt, gehackte Kürbiskerne

Zubereitung:

  1. Haferflocken, Leinsamen und Flohsamen in eine Schüssel geben
  2. mit heißem Wasser aufgießen und quellen lassen bis die Flüssigkeit aufgesogen ist
  3. gehackte Nüsse und Trockenfrüchte sowie ganze Beeren hinzufügen
  4. Joghurt, Skyr, Milch oder Milchersatzprodukte nach gewünschter Konsistenz beimengen

Fazit:

Ob in Form von nahrhaften Gerichten oder einem kraftvollen grünen Smoothie, eine ausgewogene Ernährung, die diese Brainfoods enthält, unterstützt nicht nur den Körper, sondern fördert auch die geistige Leistungsfähigkeit. Es lohnt sich also, bei der Nahrungsauswahl auch an das Wohl des Gehirns zu denken.